Haus im Sand:
Transparenz und Integration
ARX Portugal
Von Nuno Mateus und José Mateus, ARX Portugal
Das Casa na Areia fügt sich in die unebene, vom Wind geprägte Landschaft von Guincho ein. Hier definiert die Architektur die traditionelle Beziehung zwischen Wohnraum und Landschaft neu. Die Architekten Nuno und José Mateus (ARX Portugal) entwarfen ein Bauwerk, das scheinbar unmittelbar aus der Topografie hervorgeht.
Tarnung und Einbindung in die Landschaft
Die Materialwahl dient als Strategie einer tiefgehenden Tarnung. Der mineralische Farbton des Baukörpers verschmilzt mit der niedrigen Vegetation und den erdigen Nuancen der Umgebung. Aus der Ferne wird das Gebäude nahezu unsichtbar. Darüber hinaus gewährleistet das begrünte Dach die ökologische Kontinuität des Geländes.
Die räumliche Organisation des Hauses konzentriert sich auf zwei Innenhöfe. Diese fungieren als Lichtfänger und bieten zugleich wirksamen Schutz vor den starken Winden der Region.
Glas als unsichtbare Hülle
In diesem Projekt wirkt Glas nicht als klassisches Fenster, sondern als funktionale Membran. Dadurch verschwindet die Trennung zwischen Innen- und Außenraum nahezu vollständig. Die Fassaden basieren auf der Präzision der Lösungen von panoramah!. Zum Einsatz kommen die Systeme ah!38 und ah!60, die Licht und Dünenlandschaft ohne Unterbrechung in die Innenräume fließen lassen.
Leistung und technische Effizienz
Das System ah!38 überzeugt durch maximale Eleganz dank seiner besonders schlanken Profile und eignet sich daher ideal für großflächige Verglasungen. Ergänzend dazu hebt die Serie ah!60 die Leistungsfähigkeit des Gebäudes auf ein höchstes Niveau. Sie bietet eine erhöhte Tragfähigkeit sowie eine verbesserte Wärmedämmung – entscheidende Eigenschaften angesichts der starken Küstenwinde und der hohen Salzbelastung.
Transparenz und sinnliche Raumerfahrung
Die Kombination beider Systeme ermöglicht großzügige Öffnungen, die sich mit außergewöhnlicher Leichtigkeit bewegen lassen. So verbindet sich maximale Transparenz mit höchsten Anforderungen an Dichtigkeit und Schallschutz.
Diese Transparenz bildet einen notwendigen Gegenpol zur Massivität des Betons. Die großflächigen Verglasungen verwandeln die Wohnbereiche in offene Terrassen, sodass die physische Grenze des Hauses zugunsten einer intensiven sinnlichen Erfahrung des Ortes nahezu verschwindet.
Haus im Sand offenbart sich als eine architektonische Übung, die der Natur und dem Licht Raum gibt, sich in ihrer ganzen Pracht zu entfalten.
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