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Windows – c.’65

1995 schrieb Robert Venturi ein retrospektives Essay, in dem er sich nostalgisch über das traditionelle, generische Fenster äußerte und die durch den internationalen Stil aufgezwungene Aversion gegen Fenster kritisierte.

It was published in Vittorio Magnago Lampugnani’s book The Architecture of the Window (Tokyo: YKK Architectural Products Inc., 1995) and shortly after enlarged for a special issue of A+U (December 1995), including a humorous analogy to Microsoft Windows’95operating system in the title. It was later included in Venturi’s book Iconography and Electronics upon a Generic Architecture: A View from the Drafting Room (Cambridge: MIT Press, 1996).
Windows-c.’65
Robert Venturi

Ich habe die Fenster wiederentdeckt! Es fällt mir heute schwer, mich daran zu erinnern, was für ein Tabu es damals war, Fenster zu machen – also, als ich anfing, als die Architektur mit einer Vendetta modern wurde. (…)

Das Konzept des Fensters als Abwesenheit der Wand war fast universell geworden, da der „fließende Raum“, der die architektonische Abgeschlossenheit vermeidet und die Mehrdeutigkeit zwischen Innen und Außen fördert, die Oberhand gewann. Die unauffälligen Glaswände, die die entkoppelten ebenen Wände von Mies‘ Pavillion in Barcelona miteinander verbinden, wurden zu einem Beispiel für das Fenster als Paria (…)

Aber ebenso wichtig wie diese ästhetischen Grundlagen – strukturell, räumlich und symbolisch – für die Leugnung des Fensters in der Wand war eine philosophische Grundlage: Die moderne Architektur war progressiv, wenn nicht gar revolutionär; ihre Formen mussten anders, neu aussehen, in ihren oft reinen und minimalistischen Abstraktionen – und damit völlig frei von historischen Vorbildern. (…) (…)

So stellte sich Anfang und Mitte der sechziger Jahre heraus, dass ich revolutionär war, indem ich nicht revolutionär war; indem ich Verweise und Assoziationen, wenn nicht gar den Symbolismus verwendete; indem ich den abstrakten, progressiven, altmodischen Modernismus mied; und indem ich die kleinen Häuser und Feuerwachen, die ich bekommen konnte, als Aufträge nicht unerhört, sondern vertraut und konventionell gestaltete.

Und so kam ich dazu, ein generisches Fenster zu schaffen – ein Fenster, das wie ein Fenster aussah und das sowohl symbolisch als auch formal ein Fenster in meinem zweiten Gebäude war, dem Haus meiner Mutter. (…) (…)

Ja, in den frühen Sechzigern – der Bau wurde im Frühjahr 1964 abgeschlossen – brauchte es Mut, um dieses Loch in der Wand auf der linken Vorderseite des Hauses meiner Mutter zu machen – und dann auch noch ein Fenster einzusetzen, indem man die Arcadia Sliding Glass Door Company mit einigen Schwierigkeiten dazu überredete, eine horizontale Sprosse einzusetzen!

–Diesem Fenster folgten Doppelflügelfenster mit einer zentralen vertikalen Sprosse in den Fassaden der Guild Houses – eine noch wörtlichere Darstellung eines konventionellen Fensters der Vereinigten Staaten – und dann in den Trubek-Wislocki-Häusern und anderen, manchmal in Form von Flügeln, und dann immer weiter, bis dieses klassische Fenster das universelle Markenzeichen einiger anderer Architekten wurde. Und dann ist da noch das buchstäblich universelle Markenzeichen von heute – Windows 95!

Letztendlich müssen die Architekten die Fenster als Elemente bewundern, die das Licht im Inneren erzeugen und modulieren und die vielleicht das wichtigste architektonische Element sind, das historisch gesehen die Qualität eines Gebäudes und den Charakter eines Stils kennzeichnet.

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